Britta Ollrogge Agile Coach
Britta OllroggeAgile Coach

Die Kraft der Klänge: Selbstmassage mit der Klangschale

Britta Ollrogge

Erfahren Sie, wie Sie die wunderbar entspannenden Klänge der Klangschale für sich selbst nutzen können.

Erkenntnisse über die Wirkung von Klängen sind schon sehr alt. Man geht davon aus, dass bereits vor ca. 5.000 Jahren in den vedischen Heilkünsten in Indien, Nepal und Tibet Klänge Anwendung fanden.

Klangschalen kommen ursprünglich aus dem Himalaja-Gebiet und sind im tibetischen und buddhistischen Kulturkreis sowie in Indien, China, Thailand und Japan verbreitet. Die ersten klingenden Bronzeobjekte stammen etwa aus der Zeit 3.500 v. Chr.

 

Heute gibt es eine große Anzahl verschiedener Klangschalen. Sie unterscheiden sich in Form, Farbe, aber auch Klang-Qualität.

Im westlichen Raum wird die Klangmasse als ganzheitliche Methode angeboten. Ziel ist es, Stress abzubauen, die Selbstheilungskräfte zu stärken und die Entspannung zu unterstützen.

 

Eine Klangmassage läuft in der Regel folgendermaßen ab: Eine oder mehrere Klangschalen werden auf den bekleideten Körper aufgesetzt oder direkt über den Körper gehalten und angeschlägelt. Die Vibration und der Klang werden im Körper wahrgenommen. Die Klangmassage entfaltet dadurch ihre beruhigende und entspannende Wirkung.

Auswahl der Klangschale

Eine Klangschale soll angenehm klingen und lange nachschwingen. Idealerweise probiert man verschiedene Klangschalen im Geschäft oder auf einer Messe aus und kauft die Schale, die einen am meisten anspricht.

Ich kann die Klangschalen von Peter Hess (Nepal Importe) empfehlen. Die gibt es in verschiedenen Qualitäten. Hier finden Sie die Messetermine, auf denen Nepal Importe vertreten ist.
 

Klangschalen gibt es in verschiedenen Größen und Arten. Die vier wichtigsten sind aus meiner Sicht folgende:

  • Gelenk- / Universalschale

Die Gelenkschale, auch Universalschale genannt, sollte um die 950 Gramm wiegen. Sie ist relativ dünnwandig. Sie besitzt ein breites Klangspektrum und kann am ganzen Körper eingesetzt werden. Wenn man sich zunächst nur eine Klangschale kaufen möchte, ist die Gelenk- / Universalschale die richtige Wahl.

  • Herzschale

Die Herzschale gibt es in verschiedenen Größen. Sie kann zwischen 600 und 1.300 Gramm wiegen. Sie ist höher als die Gelenkschale und ihre Wände sind dicker. Die Frequenzen dieser Schale sprechen vor allem den oberen Körperbereich an.

  • Beckenschale

Die Beckenschale gibt es in verschiedenen Größen. Sie kann zwischen 1.500 und 2.000 Gramm wiegen. Diese Klangschale bietet ein Klangspektrum, auf das der Unterleib besonders gut anspricht und das sich durch verschiedene Schlägel variieren lässt.

  • Kopfschale​

Die Kopfschale sollte zwischen 250 und 300 Gramm wiegen und ist dünnwandig. Sie hat einen hohen Klang, der für den Stirn- und Kopfbereich besonders gut geeignet ist. 

Empfehlung für Klangschalen, Schlägel, Gongs:


hess klangkonzepte seit 1989

Die Klangschale zum Klingen bringen

Häufig werden günstige Klangschalen mit einem einfachen Holzschlägel verkauft. Wenn man sie damit anschlägt, klingt es im ersten Moment misstönend und wie ein Schock, erst später entfalten sich die zarteren Klänge.

 

Man sollte daher immer einen Schlägel verwenden, der über eine weiche Anschlagfläche verfügt. Diese kann z.B. aus Filz oder Stoff sein. Dann hält man den Schlägel locker in der Hand zwischen den Fingern, so dass er sanft schwingen kann und ein leichtes Anschlägeln möglich wird. Das funktioniert nicht, wenn die Hand den Schlägel fest umklammert. Wichtig ist auch die richtige Position der Klangschale. Hält man die Klangschale fest in der Hand, verebbt der Ton schnell oder kann sich gar nicht entfalten. Stellen Sie daher zum Üben des Schlägelns die Klangschale auf Ihren flachen Handteller oder auf eine weiche Unterlage auf einen Tisch oder den Boden.

Selbstmassage

Legen Sie sich eine Matte auf den Boden und halten Sie ggf eine dünne Decke sowie für den Kopf ein kleines Kissen bereit. Die Decke sollte wirklich nur ganz dünn sein, da die Schwigung der Klangschale ansonsten nicht so gut durch sie hindurch zu spüren ist.

 

1. Hände (Gelenkschale)

Setzen sie sich auf die Matte und stellen Sie zunächst die Klangschale auf Ihren linken Handteller. Schlägeln Sie sie sanft an, schließen Sie die Augen und spüren Sie in den Klang und die Schwingung hinein. Warten Sie, bis Sie keine Vibration mehr spüren. Schlägeln Sie die Schale dann erneut an und wiederholen Sie die Schritte. Schlägeln Sie die Schale insgesamt dreimal an.

Klangschale auf dem Handteller

Stellen Sie nun die Klangschale auf Ihre linken Fingerkuppen und wiederholen Sie die zuvor genannten Schritte. Schlägeln Sie die Schale auf den linken Fingerkuppen insgesamt dreimal an.

Wiederholen Sie nun die Schritte jeweils für die rechte Hand. Schlägeln Sie die Klangschale also dreimal auf dem rechten Handteller stehend und dreimal, während Sie auf den Fingerkuppen steht, an.

Klangschale auf den Fingerkuppen

2. Füße (Gelenkschale)

Winkeln Sie auf der Matte sitzend Ihre Knie an und bringen Sie Ihre Füße in der Mitte zusammen. Es berühren sich die Fußaußenkanten und ein Teil der Sohlen. Stellen Sie nun die Klangschale auf Ihre Füße. Sie ruht auf den beiden Fußinnenseiten sowie einem Teil der Fußsohlen. Schlägeln Sie die Klangschale nun sanft an, schließen Sie die Augen und spüren Sie in den Klang und die Schwingung hinein. Warten Sie, bis Sie keine Vibration mehr spüren. Schlägeln Sie die Schale dann erneut an und wiederholen Sie die Schritte. Schlägeln Sie die Schale insgesamt sechsmal an.

Klangschale auf den Füßen

3. Bauch (Gelenkschale oder Beckenschale)

Legen Sie sich auf den Rücken. Wenn Sie mögen, können Sie sich mit einer dünnen Decke zudecken. Stellen Sie  die Klangschale auf Ihren Bauch.  Schlägeln Sie die Klangschale nun sanft an, schließen Sie die Augen und spüren Sie den Klang und die Schwingung. Warten Sie, bis Sie keine Vibration mehr spüren. Schlägeln Sie die Schale dann erneut an und wiederholen Sie die Schritte. Schlägeln Sie die Schale insgesamt sechsmal an.

 

4. Herzbereich (Gelenkschale oder Herzschale)

Legen Sie die Schale in den Herzbereich. Schlägeln Sie die Klangschale nun sanft an, schließen Sie die Augen und spüren Sie in den Klang und die Schwingung hinein. Warten Sie, bis Sie keine Vibration mehr spüren. Schlägeln Sie die Schale dann erneut an und wiederholen Sie die Schritte. Schlägeln Sie die Schale insgesamt sechsmal an.

 

5. Kehlbereich (Gelenkschale oder Herzschale)

Legen Sie die Schale in den Kehlbereich. Halten Sie die Schale dabei mit einer Hand unterhalb etwas fest, damit Sie nicht unangenehm in Richtung Kehlkopf rutscht. Das ist insbesondere dann erforderlich, wenn Sie die Gelenkschale verwenden, da diese für diesen Bereich etwas zu groß ist. Wenn Sie die Klangschale im Kehlbereich als unangenehm empfinden, lassen Sie den Bereich einfach aus. Schlägeln Sie die Klangschale nun sanft an, schließen Sie die Augen und spüren Sie in den Klang und die Schwingung hinein. Warten Sie, bis Sie keine Vibration mehr spüren. Schlägeln Sie die Schale dann erneut an und wiederholen Sie die Schritte. Schlägeln Sie die Schale insgesamt dreimal an.

 

6. Schultern (Gelenkschale)

Legen Sie die Schale auf die linke Schulter. Stützen Sie sie mit der linken Hand unterhalb etwas ab, damit Sie nicht von der Schulter rutscht. Schlägeln Sie die Klangschale nun sanft mit der rechten Hand an, schließen Sie die Augen und genießen Sie den Klang und die Schwingung. Warten Sie, bis Sie keine Vibration mehr spüren. Schlägeln Sie die Schale dann erneut an und wiederholen Sie die Schritte. Schlägeln Sie die Schale insgesamt dreimal an.

Legen Sie die Schale auf die rechte Schulter. Stützen Sie sie mit der rechter Hand unterhalb etwas ab, damit Sie nicht von der Schulter rutsch. Schlägeln Sie die Klangschale nun sanft mit der linken Hand an. Wiederholen Sie die Schritte, die Sie für die linke Schulter gemacht haben, nun auch für die rechte Schulter, so dass am Ende die Klangschale auf beiden Schultern jeweils dreimal angeschlägelt wurde.

 

7. Kopf (Gelenkschale, Kopfschale oder Herzschale)

Legen Sie die Schale hinter Ihren Kopf auf die Matte. Schlägeln Sie die Klangschale sanft an, schließen Sie die Augen und spüren Sie in den Klang und die Schwingung hinein. Warten Sie, bis Sie keine Vibration mehr spüren. Schlägeln Sie die Schale dann erneut an und wiederholen Sie die Schritte. Schlägeln Sie die Schale insgesamt dreimal an.

 

Führen Sie die Selbstmassage regelmässig durch und beobachten Sie, wie schnell es Ihnen mit der Zeit gelingen wird, sich zu entspannen und den Streß des Alltags hinter sich zu lassen.

Aktuelles

Seit 03/2017 bin ich zertifiziert als SCP4 (SAFe® 4 Program Consultant)

Seit 10/2016 bin ich zertifziert als CSP (Certified Scrum Professional)

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